Rechtsanspruch auf Papamonat – was heißt das im Detail?

Anfang Juli wurde es im Nationalrat fixiert - ab 1. September 2019 haben alle Väter einen gesetzlichen Anspruch auf den sogenannten „Papamonat“.

Was das für Sie als Unternehmen im Detail heißt, finden Sie in den nachfolgenden Eckpunkten:

  • Beim Papamonat handelt es sich um eine unbezahlte Auszeit bzw. Freistellung, d.h. der Dienstnehmer wird in diesem Monat von der Sozialversicherung abgemeldet und hat keinen Anspruch auf Entgeltfortzahlung
  • Die Freistellung ist keine Karenz nach dem Väterkarenzgesetz und ist somit auch nicht auf diese anzurechnen.
  • Der Papamonat kann 1 Monat im Zeitraum vom Tag nach der Geburt bis zum Ende des Beschäftigungsverbotes der Mutter in Anspruch genommen werden (sonstige Dienstverhinderungsgründe z.B. aus Anlass der Geburt bleiben unberührt).
  • Der Kündigungs- und Entlassungsschutz beginnt mit der Vorankündigung (frühestens vier Monate vor dem errechneten Geburtstermin) und endet vier Wochen nach dem Ende des Papamonats.
  • Für den Anspruch des Papamonats ist keine Mindestbeschäftigungsdauer oder bestimmte Betriebsgröße erforderlich.
  • Die Freistellungszeit ist auf dienstzeitabhängige Ansprüche anzurechnen.

Welche Voraussetzungen muss der Dienstnehmer erfüllen?

  • Er muss mit dem Kind in einem gemeinsamen Haushalt leben.
  • Die Vorankündigungsfrist von spätestens 3 Monaten vor dem errechneten Geburtstermin muss eingehalten werden.
  • (Sonderregelung für Geburten zwischen 1.9.2019 und 1.12.2019: die Vorankündigungsfrist von 3 Monaten darf unterschritten werden und die Freistellung ist somit für Geburten ab 1.9.2019 möglich)
  • Der Dienstnehmer muss seinen Dienstgeber unverzüglich von der Geburt verständigen und spätestens eine Woche nach der Geburt den tatsächlichen Antrittszeitpunkt bekanntgeben.

Der Dienstnehmer hat während des Papamonats Anspruch auf einen Familienzeitbonus in der Höhe von 700,-- (dieser wird bei späterer Inanspruchnahme einer Väterkarenz vom Kinderbetreuungsgeld abgezogen) und ist während dieser Zeit kranken- und pensionsversichert. Den entsprechenden Antrag muss der Dienstnehmer selbst bei der Gebietskrankenkasse einbringen.

 

Gerne stehen wir Ihnen für Fragen und weiterführende Information zur Verfügung.

 

Bitte wenden Sie sich an:

Mag. Gabriele Berger                  

Senior Consultant

e: gabriele.berger@tjp.at

m: +43 664 886 59 103

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