FAQs - Leben mit dem Corona-Home Office

In der Zwischenzeit ist für viele Unternehmen das Arbeiten im Home Office bereits umgesetzt und dabei stellen sich in der betrieblichen Praxis viele Detailfragen. Im Folgenden eine Zusammenfassung aus unseren Arbeitsgesprächen.

 

Wir ergänzen laufend die Liste mit neuen Themen.

Stand 03/2020

 

Nach einer aktuellen Erhebung aus Deutschland wurde bei jedem dritten Berufstätigen erstmals Home Office eingeführt, bei 43% wurden bestehende Home Office Regelungen ausgeweitet.

 

Wie geht man mit dem veränderten Arbeiten als Team im Home Office um?

Wichtig ist das Erstellen von Home Office – Leitlinien,  einen Teamkodex zu vereinbaren, der zb. Reaktionszeiten auf Emails,  Anrufe regelt. Zu überlegen gilt, ob es gemeinsame fixe Arbeitszeiten oder Zeitfenster gibt, oder ob jeder die Arbeitszeit variabel einteilen kann.

Wichtig ist auch, dass das „Socializing“ weiterhin stattfindet. Man kann sich zb. auf eine virtuelle Kaffeepause treffen, und diesen Termin als Serientermin im Kalender eintragen. Wer Zeit und Lust hat, ist dabei – es ist aber auch kein Problem, wenn man nicht dabei ist – wie im „wirklichen Büroleben“. Dafür gibt es sicher viele weitere Beispiele, bei denen die Teams kreativ werden können!

Regelmäßige Pausen, sind im Home Office wichtig, weil der Anteil der Bildschirmarbeit bei vielen Mitarbeitern höher sein wird als im Büro.

 

Virtuelle Führung: Inwiefern verändern sich die Aufgaben einer Führungskraft durch das Arbeiten im Home Office?

Die Aufgaben der Führungskraft verändern sich vielfältig, sie ist vor viele neue Herausforderungen gestellt:

Die Führungskraft „sieht ihre Mitarbeiter nicht arbeiten“, sie kann das Gefühl von Kontrollverlust erfahren.

Daher ist es wichtig und hilfreich, Strukturen festzulegen:

  • zb. Calls in der Früh, um sich zu begrüßen, und To Dos zu besprechen
  • Arbeitsmeetings vereinbaren, um die Arbeit oder Projektfortschritte zu monitoren

Die Führungskraft sollte sich aktiv mit folgenden Fragestellungen auseinandersetzen:

  • Kennt sich der Mitarbeiter mit den digitalen Werkzeugen zur virtuellen Zusammenarbeit aus?
  • Kann ich ihn dabei unterstützen bzw. dafür sorgen, dass er Unterstützung bekommt?
  • Braucht mein Mitarbeiter Unterstützung bei der Selbststruktur
  • Ist mein Mitarbeiter durch die aktuelle Corona – Situation (Sorgen um Gesundheit, Angehörige… Belastung durch Kinderbetreuung, keine Zeit mehr für sich selber, Isolation, wirtschaftliche Sorgen …) so belastet, dass er seine Arbeit nicht produktiv ausführen kann? Hier kann es helfen, mit dem Mitarbeiter ein Entlastungsgespräch zu führen, ein Leitfaden dazu findet sich anbei.

 

Darf ein Mitarbeiter von seinem Arbeitgeber ins Home Office „geschickt“ werden?

Nein!

Das Arbeiten im Home Office muss mit einer Einzelvereinbarung oder einer Versetzungsklausel im Arbeitsvertrag geregelt sein. Wichtige Inhalte sind:

  • Lage der Arbeitszeit
  • Definierte Pausen
  • Datenschutz
  • Führen von Arbeitszeitaufzeichnungen, Regelung von Mehr-, Überstunden

 

Folgende Punkte müssen vorab geklärt werden:

Kann die Arbeit im Home Office durchgeführt werden:

  • ist das technische Equipment (Laptop, Kamera, Scanner, Drucker, Headset, Mobiltelefon, 
  • etc.) vorhanden? Bereitstellung durch den Arbeitgeber oder eventuell Kostenübernahme?
  • Gibt es eine taugliche Internetverbindung?
  • Gibt es digitale Werkzeuge zur virtuellen Zusammenarbeit?
  • Gibt es die Anbindung an alle erforderlichen firmeninternen PC Programme?
  • Gibt es einen geeigneten Arbeitsplatz?

 

Sonderfall Quarantäne: ist ein Mitarbeiter in häuslicher Quarantäne, ohne krank zu sein, kann auch Home Office während der Quarantäne vereinbart werden?

Ja!

Wenn er krank ist gilt der Krankenstand.

 

Krise ist auch Chance!

Chance, sich als Führungskraft anders zu erleben, Neues dazu zu lernen, die Möglichkeit zu haben, Prioritäten neu zu setzen und mit viel Motivation und Freude wieder ins Büro zurück zu kehren!

 

Alles Gute und viel Erfolg!

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